Nachsitzen bei der Premiere an der Gesamtschule Brünninghausen in Dortmund

Die Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet überzeugt an der Gesamtschule Brünninghausen. Bei der Premieren-Tour ging der Talk sogar in die 15-minütige Verlängerung. Gewöhnlich dauert die Gesprächsrunde circa 45 Minuten. In der Aula präsentierten sich die Azubis von innogy, thyssenkrupp, opta data Gruppe und der FOM Hochschule für Oekonomie & Management allerdings in Plauderlaune. Und im Anschluss des Talks wollten die interessierten Schüler noch ihre zahlreichen Fragen loswerden.

Moderatorin Sylvia Czapiewski wollte es von Ilka Hesse (Industriekauffrau, thyssenkrupp), Ömer Birinci (Informatikkaufmann, opta data Gruppe) und Christina Hermes (Kauffrau für Dialogmarketing, innogy) genau wissen. „Wie habt ihr euch beworben?“, „Wie verlief das Vorstellungsgespräch?“ und „Wie sieht euer Alltag aus?“ waren nur ein paar Fragen, die die Azubis offen und ehrlich beantworteten. Felix Volk (Studiengang: Business Administration, FOM) berichtete von seinen Erfahrungen und Erlebnissen im dualen Studium. „Zeitmanagement ist wichtig“, sagte er. Neben dem Hochschulstudium sammelt er praktische Erfahrungen im Betrieb. „Die Kombination ist gefragt in der Wirtschaft.“ Ömer Birinci gewährte Einblicke aus dem Innenleben der opta data Gruppe. „Es ist ein Familienunternehmen mit tollen Kollegen und einem angenehmen Arbeitsklima.“ Als Azubi dürfe man sogar die Ausbilder duzen. Nach seiner Lehrzeit hofft er auf eine Weiterbeschäftigung. „Viele der heutigen Mitarbeiter haben einst selbst bei der opta data Gruppe ihre Ausbildung absolviert.“ Stellvertretend für das Quartett sagte Christina Hermes einen ganz zentralen Satz: „Wir sind alle Azubis und dürfen Fehler machen. Dafür sind wir in der Ausbildung.“ Bei innogy bekommt sie viel Verantwortung übertragen. „Bei Nachfragen kann ich mich jederzeit an meine Ausbilder wenden.“ Auch Ilka Hesse lobte den persönlichen Kontakt zu den Ausbildern. Zudem bieten sich für sie bei einem Konzern wie thyssenkrupp, der weltweit aufgestellt ist, nach der Ausbildung vielfältige Perspektiven. „Ich würde jederzeit wieder eine Ausbildung bei thyssenkrupp beginnen“, sagte sie.

Der Wissensdurst der angehenden Abiturienten war nach dem Talk noch lange nicht gestillt. An den Infotischen der Unternehmen und der FOM gingen die persönlichen Gespräche zwischen Schülern, Azubis, Ausbildern und Studienberatern weiter. Auch am Infostand der Agentur für Arbeit, Schirmherr der Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet, holten sich die Schüler zusätzlich Flyer und Broschüren zur Berufswahlorientierung.

Der Besuch an der Gesamtschule Brünninghausen war der einzige Termin in Dortmund während der laufenden Premieren-Tour der Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet. Insgesamt gibt es 16 Veranstaltungen. Das Konzept ist von der Ausbildungsoffensive Essen entlehnt. Seit acht Jahren touren Essener Unternehmen erfolgreich durch Haupt-, Gesamt-, und Realschulen sowie Gymnasien der Stadt und machen Werbung für sich als künftigen Arbeitgeber.