Überstunden bei der Premiere an der Pestalozzi-Realschule in Wattenscheid

Der Besuch der Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet in der Pestalozzi-Realschule an der Graf-Adolf-Straße in Bochum-Wattenscheid ist ein Erfolg. Die teilnehmenden Unternehmen innogy, Evonik Industries und thyssenkrupp mussten sogar in die Verlängerung gehen. So groß war das Interesse der Schüler. Gewöhnlich dauert ein Besuch der Roadshow um die neunzig Minuten. Dieses Mal waren es rund zwei Stunden.

Mehr als 100 Schüler der Jahrgangsstufe 9 suchten in der ausverkauften Mensa das Gespräch mit den Azubis an den Infoständen der Unternehmen. Zuvor fühlte Radiomoderator Stephan Knipp dem beruflichen Nachwuchs mit seinen Fragen nach Bewerbung, Karriere und Perspektiven im Unternehmen auf den Zahn. Maximilian Karl (Evonik Industries), Özge Pekmezci (innogy) und Lea Kroll (thyssenkrupp) redeten Tacheles. Maximilian Karl lobte die „familiäre Atmosphäre“ und die „umfangreiche Ausbildung“ bei seinem Arbeitgeber. Özge Pekmezci würde jederzeit wieder eine Ausbildung bei innogy beginnen. „Auf jeden Fall“, sagte sie. „Jeder hilft jedem.“ Und laut Lea Kroll bieten sich für Frauen hervorragende Karrierechancen bei thyssenkrupp. „Es macht einfach Spaß.“ Das Trio attestierte seinen Ausbildern ein ausgezeichnetes Zeugnis. „Sie haben immer ein offenes Ohr für die Azubis“, so Özge Pekmezci und sprach damit stellvertretend den anderen Azubis aus der Seele.

Die Azubis stellten im Rahmen des Talks nur ihre Ausbildungsberufe vor. Aber alle drei Unternehmen verfügen über ein breites Angebot von rund 50 Ausbildungsberufen.
Nach der Talkshow konnten die Schüler in einer offenen Gesprächsrunde ihre Fragen loswerden. Immer wieder schnellten die Finger nach oben. „Was lernt Ihr in der Berufsschule?“, Was verdient Ihr in der Ausbildung?“ oder „Was gibt es für Weiterbildungsmöglichkeiten?“ waren nur ein Bruchteil der Fragen. Im Anschluss daran gingen die Gespräche an den Infoständen weiter. Auch die Agentur für Arbeit war als Schirmherr der Tour mit einem eigenen Infostand vertreten. „Eine tolle Veranstaltung“, lobte Udo Schmidt, Berufswahlkoordinator der Realschule. „Die Schüler erhielten zahlreiche Tipps und Ratschläge aus erster Hand.“ Mit Broschüren, Flyern und vielen persönlichen Eindrücken verließen die Schüler letztlich die Mensa.

Der Termin an der Pestalozzi-Realschule war auf der Premieren-Tour der erste und einzige Termin in Bochum. Die Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet tourt in diesem Jahr zum ersten Mal durch das Revier und besucht dabei weiterführende Schulen. Die Roadshow ist konzipiert für die Sekundarstufen I und II. Jede Tour umfasst jeweils acht Termine. Im Gegensatz zu vielen anderen Ausbildungsformaten stehen nicht Ausbilder oder Personalchefs im Mittelpunkt, sondern die Azubis berichten über ihre Erfahrungen im Unternehmen.

Erfolgreicher Besuch an der Fasia-Jansen-Gesamtschule in Oberhausen

Die Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet nimmt Fahrt auf. Die Roadshow für die Sekundarstufe I mit den Unternehmen innogy, thyssenkrupp und Evonik Industries machte erfolgreich Station an der Fasia-Jansen-Gesamtschule. Es war der mittlerweile fünfte Termin der Premieren-Tour durch das Ruhrgebiet und der erste Besuch in Oberhausen.

Mehr als 80 Schüler aus der Jahrgangsstufe 9 verfolgten aufmerksam den Talk in der Mensa. Die drei Azubis der teilnehmenden Unternehmen zeigten bei ihrem Auftritt keinerlei Spur von Lampenfieber. Ehrlich, authentisch und sympathisch rührte das Trio die Werbetrommel für eine Ausbildung bei ihrem Arbeitgeber. Anna Riemer, Chemikantin bei Evonik, lobte zum Beispiel das familiäre Umfeld. „Die Ausbilder haben immer ein offenes Ohr für die Azubis“, sagte sie. Jascha Jakobs, Elektroniker bei thyssenkrupp, und Timo Seelhöfer, künftiger IT-Systemkaufmann bei innogy, konnten ihr mit Blick auf ihren eigenen Arbeitgeber nur zustimmen. Moderatorin Sylvia Czapiewski hatte sich mehrere Fragen zurechtgelegt und das Trio gab auf der Bühne bereitwillig und ausführlich Auskunft. Es ging um Vorstellungsgespräche, Bewerbungstipps, Arbeitszeiten und um die ersten Arbeitstage beim Unternehmen.

Die Schüler erfuhren auf diesem Weg, dass die Arbeitszeitmodelle der Azubis zwischen Gleitzeit und Schichtdienst variieren. Nach dem Talk auf der Bühne ging die Veranstaltung in die nächste Runde. Die Schüler hielten mit ihren Fragen nicht hinter dem Berg und wollten wissen, wie viel die Azubis in ihrer Lehrzeit und nach den bestandenen Prüfungen verdienen. Eine Frage zielte auf den schulischen Werdegang der Azubis ab und welche beruflichen Perspektiven sie im Unternehmen hätten. Das Trio stand Rede und Antwort. Alle weiteren Fragen wurden im Anschluss an den Infotischen von innogy, thyssenkrupp und Evonik Industries in persönlichen Gesprächen geklärt. Auch die Agentur für Arbeit war als Schirmherr der Tour mit einem eigenen Infostand vertreten. „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung“, sagte Ursula Brinkmann vom Jobbüro der Fasia-Jansen-Gesamtschule. „Die Schüler haben wichtige Einblicke in den Azubialltag aus erster Hand erhalten.“

Die Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet arbeitet mit zwei Touren, die eine ist für die Sekundarstufe I und die andere für die Sekundarstufe II konzipiert. Insgesamt gibt es 16 Termine im gesamten Ruhrgebiet. Die Roadshow kommt noch einmal nach Oberhausen. Am 11. Juli findet die Abschlussveranstaltung der Premieren-Tour an der Heinrich-Böll-Gesamtschule für Schüler aus der Oberstufe mit den Unternehmen innogy, thyssenkrupp, opta data Gruppe und der FOM Hochschule für Oekonomie & Management statt.