Premieren-Tour mit positiver Bilanz: Mehr als 1600 potenzielle Bewerber erreicht

Die Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet ist gleich bei ihrer Premieren-Tour ein Erfolg. Von März bis zu den Sommerferien im Juli tourten die Unternehmen innogy, thyssenkrupp, opta data Gruppe, Evonik Industries sowie die FOM Hochschule für Oekonomie & Management durch weiterführende Schulen im gesamten Ruhrgebiet.

Auf der viermonatigen Tour der Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet fanden insgesamt 16 Schulbesuche statt. In dieser Zeit erreichten die teilnehmenden Unternehmen mehr als 1600 Schulabgänger und damit potenzielle Bewerber für die angebotenen Ausbildungsplätze. Die FOM erhielt eine Sonderrolle und informierte mit Studierenden über ihr vielfältiges Studienangebot und über diverse Fördermöglichkeiten.

Die Unternehmen thyssenkrupp, innogy, opta data Gruppe und Evonik Industries sind ganz gezielt auf der Suche nach beruflichem Nachwuchs für das Ausbildungsjahr 2018. Die Bewerbungsphase hat längst begonnen. „Es war eine erfolgreiche Tour. Die Azubis haben einen erstklassigen Job gemacht und die Tour verlief ohne Komplikationen“, erklärt Carsten Liebfried, Projektleiter der Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet. „Wir freuen uns jetzt schon auf eine Fortsetzung im neuen Jahr.“ Die ersten Anfragen von weiterführenden Schulen für eine Teilnahme an der Tour 2018 sind bereits unmittelbar nach den Besuchen beim Projektbüro eingegangen. Den Zuschauerrekord verbuchte bei der Premieren-Tour das Robert-Schumann-Berufskolleg in Essen mit mehr als 300 Schülern aus der Oberstufe.

Das erfolgreiche Konzept ist von der Ausbildungsoffensive Essen entlehnt. Seit acht Jahren touren Essener Unternehmen durch Haupt-, Gesamt-, und Realschulen sowie Gymnasien der Stadt und machen Werbung für sich als künftigen Arbeitgeber. Die Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet basiert auf zwei Touren. Insgesamt gab es 16 Veranstaltungen. Acht davon betrafen die Tour der Sekundarstufe I und acht die Tour der Sekundarstufe II. Der Unternehmensverband Ruhrgebiet und die Bundesagentur für Arbeit übernahmen die Schirmherrschaft.

Im Mittelpunkt der Roadshow stehen die aktuellen Auszubildenden der Unternehmen. In einer rund 45-minütigen Talkshow reden sie offen und ehrlich über ihren Ausbildungsalltag beim Arbeitgeber und geben nützliche Hinweise zur Bewerbungsphase, zum Einstellungstest und zum Vorstellungsgespräch. Nach dem Talk stehen die anwesenden Ausbilder der Unternehmen und die Studienberater der FOM für weitere Gespräche an den Infotischen bereit. „Viele der Schüler konnten auf diesem Weg schon erste berufliche Kontakte knüpfen oder sich über ein duales Studium informieren“, sagt Projektleiter Carsten Liebfried.

Erfolgreicher Abschluss der Premieren-Tour an der Heinrich-Böll-Gesamtschule

Mit dem erfolgreichen Besuch an der Heinrich-Böll-Gesamtschule ist die Premieren-Tour der Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet zu Ende gegangen. Es war der 16. und letzte Termin. In der Mensa zeigten die Azubis von innogy, thyssenkrupp, opta data Gruppe und der FOM Hochschule für Oekonomie & Management keine Spur von Ermüdung.

Ganz im Gegenteil: Das Quartett machte erfrischend Werbung für eine Ausbildung bei ihrem Arbeitgeber und für ein duales Studium an der FOM. Den Anfang machte Joel Effenberger (Kaufmann für Büromanagement, opta data Gruppe). In der Talkrunde stellte er die opta data Gruppe vor. „Wir sind eines der führenden Dienstleistungsunternehmen für Abrechnung und Software im Gesundheitswesen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern“, sagte Effenberger. Wer eine Ausbildung beim familiengeführten Unternehmen absolviert, hat beste Karriereaussichten. „Viele ehemalige Azubis sind heute noch bei der opta data Gruppe tätig.“ Der Umgang sei sehr familiär und die Ausbilder haben immer ein offenes Ohr bei Nachfragen oder Problemen.

Diese Erfahrungen macht auch Mandy Vorberg (Kauffrau für Büromanagement) bei innogy. „Wir werden in den Abteilungen nicht als Azubis, sondern als gleichwertige Mitarbeiter wahrgenommen.“ Für ihre Ausbildung müssten die Schüler vor allem Kommunikationsfähigkeit, Freude an PC- und Bürotätigkeiten sowie sehr gute Rechtschreibkenntnisse mitbringen. Beim Industriekonzern stehen ihr auch nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung alle Türen offen. Ihr wichtiger Tipp an die Gesamtschüler: Beim Vorstellungsgespräch sollte man gepflegt erscheinen. „Keine kaputte Hose, saubere Schuhe und die Männer mit Hemd, die Frauen mit Bluse.“

Auch Sheryl Brough gewährte Einblicke in ihren Ausbildungsalltag bei thyssenkrupp. „Es herrscht ein angenehmes Arbeitsklima“, sagte die künftige Industriekauffrau. „Die Azubis machen immer zusammen Mittagspause.“ Eine Ausbildung beim Industriekonzern würde sie jederzeit wieder beginnen. Vor allem lobte sie die beruflichen Perspektiven. Währenddessen schwärmte Louisa Micheel (Studiengang: Business Administration) von ihrem dualen Studium an der FOM. „Es gibt keine überfüllten Hörsäle“, sagte sie. Der Kontakt zu Dozenten und Kommilitonen sei persönlicher als an einer staatlichen Hochschule. In der Klausurenphase kann es allerdings manchmal stressig werden. „Dann benötigt man ein gutes Zeitmanagement“, so Micheel. Aber letzten Endes würde sich die harte und zeitintensive Arbeit lohnen. „Abschließend habe ich zwei Abschlüsse in der Tasche.“

Nach dem rund 45-minütigen Talk suchten die Gesamtschüler den Weg an die Infotische der Unternehmen und der FOM, um sich mit Infomaterialien einzudecken. Die verantwortlichen Ausbilder der Azubis und Studienberater standen bei Nachfragen ausführlich Rede und Antwort. Auch die Agentur für Arbeit, Schirmherr der Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet, war mit einem eigenen Infostand vertreten. Die Veranstaltung an der Heinrich-Böll-Gesamtschule war der zweite Termin in Oberhausen. Im April besuchte die Roadshow die Fasia-Jansen-Gesamtschule. Seit März dieses Jahres tourte die Ausbildungsoffensive durch 16 weiterführende Schulen im gesamten Ruhrgebiet. Teilnehmer für die Sekundarstufe I waren innogy, thyssenkrupp und Evonik Industries. Auf der Tour für die Sekundarstufe II präsentierten sich die Azubis von innogy, thyssenkrupp, opta data Gruppe und der FOM Hochschule für Oekonomie & Management.

Perfekter Tour-Abschluss für die Sek-I an der Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen

An der Gesamtschule Berger Feld endet die Premieren-Tour der Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet für die Sekundarstufe I. „Packt die Gelegenheit beim Schopfe“, appellierte Moderatorin Sylvia Czapiewski an die 80 Schüler aus der Jahrgangsstufe 9. „Stellt Fragen und sucht das persönliche Gespräche mit den Azubis und deren Ausbildern.“ Evonik Industries, thyssenkrupp und innogy sind gezielt auf der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs für das kommende Ausbildungsjahr.

Die Bewerbungsphase ist bei den drei Unternehmen inzwischen gestartet. Ann-Katrin Korytowski (innogy, Kauffrau für Büromanagement), Robert Simpkins (Evonik Industries, Chemikant) und Aisha Coye (thyssenkrupp, Patentfachanwaltsgehilfin) plauderten im Talk mit Sylvia Czapiewski rund 45 Minuten lang über ihre Ausbildung. Die Schüler erhielten auf diesem Weg viele nützliche Infos. Zum Beispiel bevorzugen alle drei Unternehmen die Online-Bewerbung. Aisha Coye und Ann-Katrin Korytowski können in ihren Abteilungen bei gleitender Arbeitszeit ihren Arbeitsbeginn und das Ende frei wählen. Robert Simpkins musste sich an den frühen Arbeitsbeginn um 6 Uhr in der Früh erst gewöhnen. „Chemikant ist kein reiner Männerberuf, sondern auch etwas für Frauen“, sagte er. Von Anfang an fühlte er sich bei Evonik wohl. „Es ist sehr familiär mit einem sehr guten Betriebsklima.“ Aisha Coye würde jederzeit wieder eine Ausbildung bei thyssenkrupp beginnen. „Es macht einfach Spaß“. Sie habe erst vor wenigen Wochen ihre Abschlussprüfung erfolgreich bestanden und erhielt im Anschluss einen unbefristeten Arbeitsvertrag. „Man erhält viel Verantwortung in der Ausbildung. Und die Ausbilder sind immer für uns da“, sagte sie. Diese Erfahrung konnte Ann-Katrin Korytowski für innogy bestätigen. „Es gibt sehr viele berufliche Perspektiven“. Als künftige Kauffrau für Büromanagement hat sie jüngst ein vierwöchiges Praktikum in Irland absolviert. Evonik Industries, innogy und thyssenkrupp sind allesamt weltweit aufgestellt.

Das Trio hatte im Talk die Gesamtschüler neugierig gemacht. Im Anschluss stellten sie aus dem Plenum noch ihre Fragen persönlich an die Azubis. Malte Hinz, Koordinator Berufsorientierung für die Sekundarstufe I an der Gesamtschule Berger Feld, lobte das Konzept der Ausbildungsoffensive: „Durch den persönlichen Kontakt entsteht zwischen Azubis und Schülern eine Kommunikation auf Augenhöhe.“

Der Besuch an der Gesamtschule Berger Feld war der letzte Termin in Gelsenkirchen und der letzte auf der Premieren-Tour für die Sekundarstufe I. Bei der Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet werden insgesamt 16 Termine veranstaltet. Acht davon betreffen die Tour der Sekundarstufe I und acht die Tour der Sekundarstufe II. Vor dem Besuch an der Gesamtschule Berger Feld gastierte die Roadshow im Mai am Schalker Gymnasium und im Juni an der Gertrud-Bäumer-Realschule.